ASTRONOMIE
Sonnenspektrografie mit einfachen Mitteln
Strigelschüler gewinnen bei „Jugend forscht“ einen ersten Preis im Regionalwettbewerb und einen zweiten Preis im Landeswettbewerb.
Von 22. bis 25. März stellten beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in der Flugzeughalle des Deutschen Museums in München 90 Schüler ihre Arbeiten vor. Alle Wettbewerbsbeiträge zeigten Einfallsreichtum und hohes Niveau. In diesem Wettbewerb geht es aber nicht nur darum, die besten Jungforscher Bayerns zu prämieren. Wichtig ist insbesondere der Austausch der Teilnehmer mit Gleichgesinnten. Dafür sorgte ein interessantes Rahmenprogramm mit Vorträgen, Werksführungen bei der Firma Wacker, dem Hauptsponsor des Landeswettbewerbs, und Gemeinschaftsaufgaben, die in Teamarbeit zusammen mit anderen Gruppen gelöst wurden.

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Mit ihrem Projekt „Sonnenspektrografie mit einfachen Mitteln“ waren auch Max Born (Memmingen), Markus Bohn (Aichach) und Dominik Bourgund (Lindau), die im Rahmen des Begabungsstützpunktes am Bernhard-Strigel-Gymnasium den Kurs „Physik der Sonne“ besuchen, dabei. Ihr selbstgebauter Spektrograf zerlegt mithilfe eines Ausschnitts aus einer DVD das Sonnenlicht in die Spektralfarben. Die Schüler können mit ihrem Gerät Fraunhoferlinien sichtbar machen, die zahlreiche Informationen über die Sonne enthalten.

Die Fraunhoferlinien liefern Informationen über chemische Zusammensetzung und Temperatur der Sonnenatmosphäre. Auch die Eigenrotation der Sonne und Magnetfelder auf der Sonne untersuchten die Schüler mit ihrem selbst entwickelten Sonnenspektrografen.
Nach Ihrem Sieg beim Regionalwettbewerb in Ottobrunn, hatten die drei Schüler fleißig weitergearbeitet. Sie optimierten die Optik des Spektrografen und arbeiteten sich in Software zur Spektralanalyse ein. Inzwischen gelingt es den jungen Forschern, Sonnenspektren mit einer Auflösung zu erzeugen, die durchaus professionelles Niveau erreicht. Für ihre Leistung wurden die Schüler mit einem 2. Preis auf Landesebene und dem Sonderpreis des bayerischen Wirtschaftsministers ausgezeichnet.
Am 20. Mai werden die Schüler in der Memminger Stadthalle bei einer Veranstaltung zum Begabungsstützpunkt am Bernhard-Strigel-Gymnasium ihr Projekt der Öffentlichkeit vorstellen.
Das Projekt „Sonnenspektroskopie mit einfachen Mitteln“:



Der Sonnenspektrograf besteht aus einer Holzkiste, die im Wesentlichen zwei Linsen und ein optisches Gitter enthält. Das Sonnenlicht gelangt
durch einen schmalen, mit zwei Rasierklingen realisierten Spalt in die Kiste und wird mithilfe des optischen Gitters in die Spektralfarben zerlegt. Das Sonnenspektrum mit den schwarzen Fraunhoferlinien wir mit einer Digitalkamera fotografiert. Als optische Gitter verwenden wir Ausschnitte aus CDs und DVDs.

Im Laufe des Wettbewerbs konnten wir unseren Spektrografen so weit optimieren, dass sich Sonnenpektren in einer Auflösung fotografieren und auswerten lassen, die sich mit der von professionellen Geräten vergleichen lässt.