Die totale Mondfinsternis am 3./4. März 2007:
Die Entstehung einer Mondfinsternis:
Unsere Erde wird von der Sonne beschienen und wirft dabei einen Schatten in den Weltraum. Bei Vollmond kann es vorkommen, dass der Mond durch den Erdschatten hindurchläuft. Dieses Ereignis nennt man eine Mondfinsternis.
Meist läuft der Mond allerdings über den Erdschatten hinweg oder unter ihm hindurch, denn die Mondbahn ist gegenüber der Erdbahn um ca. 5° geneigt. Deshalb können wir nicht jeden Monat eine Mondfinsternis beobachten. Nur wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen, tritt eine Mondfinsternis auf.

Ablauf der totalen Mondfinsternis am 3./4. März 2007:
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Eintritt des Mondes in den Halbschatten: |
21:16 Uhr |
| Eintritt des Mondes in den Kernschatten: |
22:30 Uhr | |
| Beginn der totalen Verfinsterung: | 23:44 Uhr | |
| Mitte der Finsternis: | 0:21 Uhr | |
| Ende der totalen Verfinsterung: | 0:58 Uhr | |
| Austritt des Mondes aus dem Kernschatten: |
2:12 Uhr | |
| Austritt des Mondes aus dem Halbschatten: |
3:25 Uhr |
Beobachtung der Mondfinsternis:
Erst nach Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde, beobachtet man eine zunehmende Verfinsterung des Mondes. Man kann zuschauen, wie sich der Erdschatten über die Mondscheibe schiebt. Fast bis 23.15 Uhr dämpfte starke Bewölkung die Freude der Gruppe aus Schülern, Eltern, ehemaligen Schülern und Lehrern. Doch kurz vor Beginn der Totalitätsphase – wir hatten die Hoffnung schon beinahe aufgegeben – klarte der Himmel innerhalb kürzester Zeit völlig auf.

Der eindrucksvollste Abschnitt einer Mondfinsternis ist die Totalitätsphase, bei der der Erdschatten die Mondscheibe vollständig bedeckt. Der Mond ist während der Totalitätsphase allerdings nicht, wie man erwarten könnte, unsichtbar, sondern er erscheint als riesige kupferrote Kugel. Die Erklärung hierfür ist, dass auch während der Totalitätsphase noch etwas Streulicht vom Mond zur Erde reflektiert wird. Dieses Licht nehmen wir aber erst wahr, wenn sich unsere Pupillen aufgrund der geringen Gesamthelligkeit ausreichen geweitet haben. Die rote Farbe beruht auf demselben Effekt, wie die Rotfärbung der Sonne beim Sonnenuntergang: das weiße Sonnen- bzw. Mondlicht ist Mischlicht, das sich aus den Spektralfarben zusammensetzt.

Beim Durchgang des Lichts durch die Erdatmosphäre werden die Spektralfarben unterschiedlich stark gestreut; blaues Licht besonders stark, rotes Licht am schwächsten. Wenn nur relativ wenig Licht vom Mond zu uns kommt, wird das Fehlen des blauen und damit der Überschuss an rotem Anteil im Licht sichtbar. Der Mond erscheint rot.
Die Weitung der Pupillen während der Totalitätsphase der Mondfinsternis führt zu einem weiteren interessanten Effekt: Vor der vollständigen Verfinsterung des Mondes waren die Beobachtungsbedingungen am Sternenhimmel schlecht. Schließlich finden Mondfinsternisse immer bei Vollmond statt. Und der Vollmond sorgt für große Helligkeit. Während der Totalitätsphase verwandelt sich der klare Nachthimmel für den Beobachter plötzlich in ein funkelndes Sternenmeer.
